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T-Systems zeigt zur Cebit 2003 eine Lösung, mit der Unternehmen den kompletten Lebenszyklus von Produkten verfolgen und auswerten können. Logistic Consulting and Solutions (LoCaS) kombiniert die Technologie der Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) mit einer mobilen Kassenlösung und integriert sie in Warenwirtschaftssysteme. RFID erlaubt, Gegenstände mittels Funkübertragung automatisch zu identifizieren. Ist die RFID-Technologie in ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) integriert, können Unternehmen ihren kompletten Warenstrom verfolgen und auswerten.
LoCaS erfasst den Weg einer Ware von der Produktion bis zum Verkauf. Selbst Zwischenstationen in Lagerhallen sowie den Transport über verschiedene Wege registriert die Lösung zeitgenau und berührungslos.
Das RFID System besteht aus einer Lese- und Schreib-Station sowie einer elektronischen Marke – dem so genannten Transponder-Tag. Der Leser sendet elektromagnetische Impulse über eine Antenne aus, die der Transponder empfängt. Die dort gespeicherten Informationen gehen als Antwort zum Leser zurück, der sie über Schnittstellen an das jeweilige ERP-System weiterleitet. Der Leser benötigt im Gegensatz zu scannerbasierten Verfahren wie Barcodes keinen optischen Kontakt zum Transponder. Dieser lässt sich somit in das Produkt integrieren. Zurzeit realisiert T-Systems hier Anbindungen zu SAP R/3 und MBS Navision.
Die Informationen auf einem Transponder-Tag bestehen aus je einer eindeutigen, nicht abänderbaren Hersteller- und Seriennummer sowie einer alphanumerischen Zeichenfolge, die sich beliebig oft ändern oder löschen lässt. Aus diesen Daten ermitteln Unternehmen exakte Informationen über die Wertschöpfungskette eines Produktes und bringen mehr Transparenz in ihre oft vielschichtigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen.
Waren automatisch beim Be- und Entladen registrieren
Die RFID-Technologie vereinfacht auch die Kontrolle des Warenverkehrs in Lagerhallen und Verkaufsräumen. LoCaS erfasst zum Beispiel stückgenau die komplette Ladung eines Lkw, wenn er an einer Kontrollstation etwa am Tor der Lagerhalle vorbeifährt. Dazu müssen die Mitarbeiter keine einzige Palette abladen. Das System bucht die Produkte automatisch in den Bestand ein oder nimmt sie bei Auslieferung wieder heraus. Mit diesen Daten registrieren Unternehmen Materialbewegungen punktgenau und werten sie zeitnah aus. Das Verfahren "vergisst" keine Palette, weil Transponder im Unterschied zu Barcodes immer lesbar sind. In der Produktion zum Beispiel können Hersteller Einzelteile in der Fliessbandfertigung mit einem Transponder-Tag ausstatten. Das System erfasst dann den aktuellen Bearbeitungsstatus.
T-Systems übernimmt alle Phasen der Einführung eines RFID-Systems. Dazu gehört zunächst die Analyse von Geschäftsprozessen. Danach bindet das Systemhaus die Lösung an bestehende Warenwirtschaftssysteme an oder führt ein entsprechendes System ein.
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