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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 07.04.2009

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Deutsche Messe AG - http://www.messe.de

11.04.2002


HANNOVER MESSE 2002: Wanted - Qualifizierter Nachwuchs in der Industrie
 

Jack Welch ist ein Top-Manager, an dem sich viele Aufsteiger ein Beispiel nehmen. Er hat den Weg nach oben geschafft, weil er ein gieriger Mann ist. Er will alles und sofort. Seine Weggefährten berichten, dass er früher wie ein Hafenarbeiter fluchte und mit beiden Fäusten gleichzeitig zuzuschlagen pflegte. Sein Ehrgeiz, den anderen zu zeigen, dass er besser ist als jeder von ihnen, machte den aus einfachen Verhältnissen stammenden Mann zu einem der mächtigsten Konzernlenker der Welt, zum Chef des nach Börsenkapitalisierung größten Konzern der Welt, General Electric (GE). Welch, der Ende vergangenen Jahres das Amt an einen Jüngeren abgab und seither das Finanzunternehmen J.P. Morgan berät, ist ein Vorbild für alle, die den Wunsch nach Erfolg zur Maxime ihres Handelns erklären.

Der Job bei GE ist nur einmal zu vergeben. Andere sind noch frei. In Deutschland allemal - und da vor allem im Engineering-Bereich, wo chronischer Fachkräftemangel herrscht. Dort werden händeringend Spezialisten gesucht, die versiert sind im Umgang mit modernsten Informations- und Telekommunikationstechnologien (IT). Diese Technologien bestimmen zunehmend alle industriellen Abläufe, ohne sie stünden ganze Fabriken still. Der samstägliche Stellenmarkt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ist voll mit Hilferufen nach Key Account Managern, Controllern, IT-Managern, Software-Entwicklern, Systemadministratoren, Computer-Analysten, Netzwerkentwicklern, Konstruktionsleitern und vielen Berufen mehr.

Aufsteiger werden gesucht. In Zeiten, in denen die Wirtschaft "vor der größten Revolution seit Beginn der Industriegesellschaft steht" (Wirtschaftsmagazin "Impulse"), sollten die Berufsstars von morgen schon heute die Startlöcher besetzt haben. Vielleicht sind die künftigen Macher diejenigen Studienabsolventen und angehenden Ingenieure, die in diesem Jahr auf der HANNOVER MESSE für einen Job anklopfen. Bei der größten Industriemesse der Welt findet erstmals die Arbeitsplatzoffensive "CareerMarket" statt, die u.a. Stellen vermittelt und Aus- und Weiterbildungsangebote eröffnet. Ein großes Schaufenster der Möglichkeiten, das während der gesamten Messetage (15. bis 20. April) geöffnet bleibt. "CareerMarket" wurde ins Leben gerufen, um mitzuhelfen, dem Mangel an Fachkräften zu begegnen.

Der Karriere-Markt beantwortet alle Fragen aus den mittlerweile eng verzahnten Bereichen Bildung, Forschung und Wirtschaft. Er beantwortet Berufseinsteigern auch die Frage, was Unternehmen von künftigen Mitarbeitern erwarten. Sie sollten flexibel sein und verinnerlichen, dass die Geschwindigkeit zur Entwicklung und Vermarktung eines Produkts für ein Unternehmen im internationalen Wettbewerb längst lebensnotwendig ist. Zukunftsthemen wie E-Learning und Wissensmanagement spielen dabei eine herausragende Rolle. Mitdenken wird nicht nur zaghaft angemahnt, sondern unabdingbar gefordert.

Heutiges Lernen hat daher mit herkömmlicher Wissensvermittlung nur noch wenig zu tun. Vortragender Unterricht wird immer seltener; stattdessen macht bei den Ausbildern das Zauberwort "flexible Handlungskompetenz" die Runde. Dieses Wortungetüm meint: Mitarbeiter sollen sich einen Teil ihres Wissens selber aneignen; sie sollen Strategien im Team entwickeln. Wichtigstes Handwerkszeug ist das Telelearning. Es verlangt selbstständiges Arbeiten, Aufpassen, Mitmachen, Dranbleiben. Wie selbstverständlich verlangen Unternehmen heutzutage von ihren Mitarbeitern, dass die sich eigenverantwortlich am Arbeitsplatz und in ihrer Freizeit fortbilden.

Wo in der Finanzplanung von Unternehmen gekürzte Fort- und Ausbildungsbudgets vorherrschen, bilden teure Kurse in weit entfernten Fortbildungszentren längst die Ausnahme. Unternehmen kaufen lieber computerunterstützte Lernprogramme, Computer Based Trainings (CBT), oder schicken die Mitarbeiter online ins Netz, wo diese in Datenbanken selbst recherchieren. "Die Firmen begreifen, dass Online-Training wesentlich flexibler und effizienter ist", weiß Jürgen Voss, Leiter des "Competence Centers Online Training" bei Siemens Nixdorf.

Für Professor Heinz Mandl vom Institut für Pädagogische Psychologie und Empirische Pädagogik der Uni München kann Telelernen "zum Inbegriff einer Vision für die Wissens- und Lerngesellschaft des 21. Jahrhunderts werden." Er sieht die Entwicklung als "entscheidende Investition in die Zukunft." Wolfgang Klauder vom Nürnberger Institut für Arbeits- und Berufsforschung (IAB) erklärt: "Das Gros der Beschäftigten muss in der Lage sein, sich mit neuen Bedingungen anzufreunden."

"Der Erwerbstätige definiert sich künftig über seine Fertigkeiten und nicht mehr als Inhaber einer Stelle", sagt Arbeitsexperte Ulrich Klotz von der IG Metall. Das moderne Denken wirft alte Muster über Bord. Arbeitnehmer rücken in Projekten zusammen, bedienen sich bei ihrer Arbeit des weltweiten Kommunikationsnetzes - scheinbar losgelöst von Raum und Zeit und über Grenzen hinweg. Der Hamburger Zukunftsforscher Matthias Horx schätzt, dass der Anteil der klassischen Arbeitsverhältnisse bis zum Jahr 2010 von heute 65 auf 40 Prozent sinkt.

"In der heutigen Arbeitswelt finden gewaltige Umstrukturierungen statt", weiß Werner Dostal vom IAB. Sein Kollege Klauder glaubt sogar: "Wir stehen vor einem Umbruch in der Arbeitswelt, der nur mit der industriellen Revolution zu vergleichen ist."

Zur Zeit sieht es in Deutschland so aus, als entwickele sich der Umstand, nicht über ausreichend qualifiziertes Personal zu verfügen, zu einem Wettbewerbsnachteil für die gesamte Volkswirtschaft. Das Wissen um den Mangel ist ausgeprägt wie nie. Rezepte, diesen Mangel zu beheben, führten bisher nicht zu überzeugenden Erfolgen. Und dies in einem Land, das 370 Lehrberufe, 934 Studiengänge und mehr als 20.000 unterschiedliche Jobs zu bieten hat.

Besonders eklatant macht sich der Notstand in der Software-Entwicklerszene bemerkbar. "Es ist fünf vor zwölf, wenn wir im Wettbewerb um die wichtigsten Software-Produktionsstandorte nicht verlieren wollen", warnt Professor Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering. Um die Software-Techniken und deren Weiterentwicklung in deutschen Unternehmen sei es derzeit schlecht bestellt, wie eine Studie der GfK Marktforschung gezeigt habe, erklärt Rombach.

Längst ist auch der Mangel bekannt, dass die Zahl der Studenten, die naturwissenschaftlich-technische Berufe ergreifen wollen, so erschreckend niedrig ist, dass Unternehmen neues Personal direkt vom Studium weg rekrutieren. "In entscheidenden Zukunftsbereichen werden Fachkräfte zur Mangelware - ein Hemmnis für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit", warnt Professor Hans-Jürgen Warnecke, Präsident der renommierten Fraunhofer-Gesellschaft. "Human Capital", fügt er hinzu, werde zur "wichtigsten Ressource der Wissensgesellschaft".

Human Capital ist der Mensch hinter der industriellen Wertschöpfungskette. Warnecke: "Wir sollten uns mehr Sorgen um qualifizierten Nachwuchs machen und das vorhandene Potenzial durch Aus- und Weiterbildung intensiv pflegen. Der Nachwuchs muss jedoch nicht nur qualifiziert ausgebildet werden, er muss auch berufliche Entfaltungsmöglichkeiten erhalten, die internationalem Spitzenniveau entsprechen."

Der Vergleich mit den USA und Japan zeige, wie schlecht die Zeichen stünden, erklärt Warnecke. Der Anteil von Naturwissenschaftlern je tausend Beschäftigte betrage in Japan 9,3 Prozent, in den USA 8,1 Prozent und in der Europäischen Union 5,3 Prozent. Deutschland befinde sich mit 6,07 Prozent im europäischen Mittelfeld.

Warnecke schließt sich den Worten von EU-Forschungskommissar Philippe Busquin an: "In den zukunftsträchtigen Schlüsseltechnologien der EU werden jährlich rund 50.000 Forscher und Wissenschaftler fehlen. Bis 2010 wird sich ein Defizit von 500.000 Spitzenforschern ansammeln." Das EU-Dossier lege offen, dass Europa eine Krise drohe, wenn die Länder nicht erheblich mehr in Forschung und Bildung investierten, erklärt Warnecke. "Das Ziel, bis 2010 zur Nr. 1 in der globalen Wissenschaftslandschaft aufzusteigen, das sich die Staats- und Regierungschefs gesetzt haben, scheint unerreichbar."

Professor Erich Staudt, Leiter des Instituts für angewandte Innovationsforschung der Ruhr-Universität Bochum, fürchtet: "Deutschland gehen die Innovatoren aus und Zukunftsbranchen geraten in die Sackgasse." Seine Empfehlung: Nicht nur im "Green-Card"-Bereich müssten Betriebe sich bemühen, sondern sie müssten auch wieder jene "verlorene Generation" von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern aktivieren, die in den 90er Jahren keine fachnahe Einstellung gefunden habe.

Der CareerMarket bietet auch solchen Fachleuten eine Chance. Was Hänschen lernt, lernt Hans womöglich ja auch noch.


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