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Der LEGO MINDSTORMS Roboter "Jitter" hat auf der Internationalen Raumstation (ISS) seine Funktionsfähigkeit in der Schwerelosigkeit bewiesen. Am 12. Dezember 2001 testeten die Kosmonauten Jurij Onufrienko, Michail Tjurin und Wladimir Deschurow den Roboter, der herumfliegende Gegenstände in der ISS aufsammelt. Während zwei spannender Direktübertragungen in das russische Raumfahrt-Kontrollzentrum bei Moskau beobachteten seine Erfinder, Konrad und Bastian Schwarzbach aus Krefeld, das Experiment und sprachen mit den Kosmonauten.
Als die Crew hörte, dass ein Spielzeug getestet werden sollte, war sie sehr überrascht, fand jedoch bald die Stärken von LEGO MINDSTORMS heraus, wie Kommandant Onufrienko bestätigt: "Ein wunderbares Spielzeug, mit dem man kommunizieren kann und das neue Horizonte erschließt." Bereits vor der Live-Übertragung hatten sich die Kosmonauten mit dem Roboter bekannt gemacht und dabei erstaunliche Ähnlichkeiten entdeckt: "Die Möglichkeit, den Roboter zu studieren ist hoch interessant, da die gleichen Grundideen bei Stabilisierung und Lagekontrolle der Weltraumstation Verwendung finden", kommentierte Michail Tjurin.
Der Diplom-Ingenieur Konrad Schwarzbach (50) und sein Sohn Bastian (21), Zivildienstleistender, sind die Gewinner eines einmaligen LEGO Konstruktionswettbewerbs. LEGO Fans wurden aufgefordert, einen Roboter zu bauen, der in der Schwerelosigkeit funktioniert und auf der ISS eine nützliche Aufgabe erfüllen kann. Am 26. November 2001 startete der beste Roboter mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur, Kasachstan.
124 Teilnehmer hatten sich am Konstruktionswettbewerb LEGO Ultimate Builders Competition als neue Talente in der Roboter-Forschung unter Beweis stellen wollen. Zehn Finalisten hatten es bis zur Jurysitzung im Oktober geschafft. "Alle der hier angetretenen Teams sind bereits Gewinner und beweisen das gelungene Experiment, wie die ISS als Projekt staatlich geförderter Grundlagenforschung sinnvoll und spannend für die Bildung genutzt werden kann." sagte Jury-Schirmherr, Dr. Ulf Merbold, Deutschlands berühmtester Astronaut. Zur hochkarätigen Jury gehörten neben Wissenschaftlern auch LEGO MINDSTORMS Experten und die Sponsoren Siemens AG und Hitachi Europe Ltd.
Die Programmierung des Roboters Jitter erfolgte in Java. Sein Primärzweck ist es, herumschwebende Gegenstände auf der ISS einzusammeln - wie zum Beispiel am 12. Dezember eine Filmpatrone. Er orientiert sich am Deckenlicht der ISS mittels Lichtsensor und betätigt über drei Achsen Impulsantrieb. Prallt der Roboter auf die Wand, wird er nach vorn bewegt. Jitter erkennt Schwungräder, mit denen er sich dann ausrichtet. Die Fortbewegung erfolgt per Gegenstände mit Hilfe des Lichtsensors, den er wie ein Sonarsystem verwendet. Reflektiertes Licht kommt mit einer bestimmten Stärke zurück, dadurch erkennt er Gegenstände. Dann schnappt er zu.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.legomindstorms.com/spacecompetition.
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