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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 23.05.2000

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(-hg) mailto:hg_sleeper@aboutvb.de

Mittels der API-Funktion MSDN Library - API SleepSleep können Sie die Ausführung einer Anwendung vorübergehend anhalten. Sie rufen die Funktion einfach auf und übergeben die gewünschte Anhaltezeit in Millisekunden. Der auf den Aufruf folgende Code wird erst weiter abgearbeitet, wenn der Aufruf nach der angegebenen Zeit zurückgekehrt ist.

Die Deklaration:

Private Declare Sub Sleep Lib "kernel32" (ByVal dwMS As Long)

Ihre Anwendung soll beispielsweise 10 Sekunden "schlafen":

Sleep 10000

Allerdings ist das Anhalten bzw. "Schlafen" wörtlich zu verstehen - in der Anwendung geht nichts mehr, aber auch gar nichts mehr. Und wenn zwischenzeitlich ein Fenster einer anderen Anwendung ein Form der schlafenden Anwendung überdeckt hat und vor deren Aufwachen wieder verschwindet, wird die Darstellung des schlafenden Forms nicht aktualisiert. Sonderlich schön sieht das nicht aus.

Abhilfe schafft die Maßnahme, den Aufruf der API-Funktion in einen eigenen Thread zu legen. Die Anwendung selbst schläft dann weiterhin, was das Ausführen von Code in der Anwendung angeht. Aktualisierungen der Oberfläche, soweit sie eigenständig von Windows und nicht wiederum durch Code Ihrer Anwendung durchgeführt werden, erfolgen dennoch. Der einfachste Weg, einen separaten Thread zu erzeugen, ist in Visual Basic der Einsatz einer ActiveX-EXE-Komponente.

Diese ActiveX-EXE-Komponente namens "Sleeper" ist denkbar schlicht gehalten. Sie besteht aus der einzigen Klasse namens Sleep mit einer einzigen Methode - der Methode Action - und der Deklaration der API-Funktion in der Klasse.

Private Declare Sub Sleep Lib "kernel32" (ByVal dwMS As Long)

Public Sub Action(ByVal mSec As Long)
  Sleep mSec
End Sub

Sie binden einen Verweis auf die kompilierte Sleeper-Komponente in Ihre Anwendung ein. Der Methode Action übergeben Sie nun in Millisekunden die gewünschte Verzögerungszeit:

Dim nSleep As New Sleep

nSleep.Action 10000  ' 10 Sekunden

Wenn Sie in den Prozedurattributen (Sie finden den Dialog dazu im Menü "Extras") die Prozedur-ID auf "(Voreinstellung)" setzen, können Sie den Methoden-Namen auch weglassen:

Dim nSleep As New Sleep

nSleep 10000  ' 10 Sekunden

Die Sleeper-Komponente können Sie ohne Unterschiede gleichermaßen in Visual Basic 5 und 6 kompilieren.

Wenn allerdings der Anwender bei längeren Verzögerungszeiten, wie etwa 10 Sekunden, weiter in der Anwendung herumklickt, wird früher oder später eine OLE-Meldung ausgegeben, die etwas verwirrend vom Wechseln der Anwendung und ähnlichem spricht. Da diese Meldung hier nur stört und ihr eigentlicher Sinn hier auch nicht gegeben ist, können Sie sie auch unterdrücken. Dies erfolgt auf der Seite der aufrufenden Anwendung. Setzen Sie dazu in den Ole...-Eigenschaften des App-Objekts die Eigenschaften OleRequestPendingTimeout und OleServerBusyTimeout auf eine Zeit, die um einiges länger als die Verzögerungszeit ist, etwa das dreifache. Dazu setzen Sie die Eigenschaft OleServerBusyRaiseError auf True, um die Meldung als Fehlermeldung an Ihre Anwendung umzuleiten. Diese Fehlermeldung können Sie dann mittels der Anweisung On Error Resume Next vorsorglich ignorieren.

Da diese kleine Ole-Trickserei den Sleep-Aufruf um einiges aufwändiger macht, packen wir dies alles in eine Hilfsprozedur in einem Standard-Modul, das in die aufrufende Anwendung aufgenommen wird.

Der Hilfsprozedur, die der Einfachheit halber ebenfalls Sleep heißt, übergeben Sie wieder die gewünschte Verzögerungszeit in Millisekunden, und optional, ob Sie die Ole-Meldungen tatsächlich unterdrücken wollen (Voreinstellung ist True).

Die Funktion sorgt dafür, dass die alten Ole...-Einstellungen des App-Objekts anschließend wieder in den beim Aufruf angetroffenen Zustand zurück versetzt werden. Außerdem setzt sie die TimeOut-Eigenschaften automatisch auf einen 3-fachen Wert der gewünschten Verzögerungszeit, bzw. maximal auf den größten Wert des Long-Wertebereichs.

Public Sub Sleep(ByVal mSec As Long, _
 Optional ByVal NoTimeOutMessage As Boolean = True)

  Dim nTimeOut As Long
  Dim nOldBusyTimeOut As Long
  Dim nOldPendingTimeOut As Long
  Dim nOldBusyRaiseError As Boolean
  Dim nSleep As New Sleep
  
  If NoTimeOutMessage Then
    On Error Resume Next
    nTimeOut = 3 * mSec
    If Err.Number Then
      nTimeOut = 2147483647
      Err.Clear
    End If
    With App
      nOldPendingTimeOut = .OleRequestPendingTimeout
      .OleRequestPendingTimeout = nTimeOut
      nOldBusyRaiseError = .OleServerBusyRaiseError
      .OleServerBusyRaiseError = True
      nOldBusyTimeOut = .OleServerBusyTimeout
      .OleServerBusyTimeout = nTimeOut
      
      nSleep mSec
      
      .OleRequestPendingTimeout = nOldPendingTimeOut
      .OleServerBusyRaiseError = nOldBusyRaiseError
      .OleServerBusyTimeout = nOldBusyTimeOut
    End With
  Else
    nSleep mSec
  End If
End Sub

Da das erstmalige Laden einer ActiveX-EXE immer ein wenig Zeit benötigt, und da diese Zeit unter Umständen um einiges länger als der gewünschten Verzögerungszeitraum sein kann, sollten Sie die ActiveX-EXE vorab zum Laden zwingen, indem Sie die Funktion irgendwann zuvor einmal mit der Verzögerungszeit von einer Millisekunde und mit auf False gesetztem Parameter NoTimeOutMessage aufrufen. Die ActiveX-EXE bleibt dann während der gesamten Laufzeit Ihrer Anwendung im Arbeitsspeicher vorgehalten (den Windows allerdings nach wie vor auslagern kann).


Komponente Sleeper und Modul modSleep (sleeper.zip - ca. 3 KB)



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