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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 14.03.2000

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Schnittstellen "chamäleonieren"

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(-hg) mailto:hg_interfacecasts@aboutvb.de

Die Implementierung von Schnittstellen ist an sich eine vielseitige und mitunter ungeahnte Möglichkeiten für die Architektur einer Anwendung eröffnende Technik. Wenn sie denn nur nicht manchmal etwas umständlich zu handhaben wäre...

So besteht das übliche Verfahren des Zugriffs auf eine implementierte Schnittstelle darin, eine zusätzliche Objekt-Variable des Typs der gewünschten Schnittstelle eines Objekts anzulegen. Dann wird dieser Variablen die vorhandene Referenz auf eine andere Schnittstelle zugewiesen. Und über diese zusätzliche Objekt-Variable kann schließlich auf das gleiche Objekt, nun über die andere Schnittstelle, zugegriffen werden:

Dim ObjInstanz As IrgendeinObjekt
Set ObjInstanz = New IrgendeinObjekt

' ...
Dim XYZ As AndereSchnittstelle
Set XYZ = ObjInstanz 
XYZ.Irgendwas

Bei dieser umständlichen Zugriffsweise kann es leicht zu Pannen kommen. Wenn Sie etwa die eine Objekt-Variable auf Nothing setzen, in der Absicht, das Objekt freizugeben und terminieren zu lassen, dabei jedoch übersehen, auch die zweite Variable auf Nothing zu setzen, haben Sie mit Zitronen gehandelt - das Objekt terminiert nur, wenn beide (!) Objekt-Variablen auf Nothing gesetzt worden sind. Oder Sie verwenden womöglich die zusätzliche Objekt-Variable für die Schnittstelle nacheinander mit mehreren verschiedenen Objekt-Instanzen, unter Umständen sogar mit Instanzen von Objekten unterschiedlichen Ausgangstyps, die lediglich jene eine Schnittstelle gemein haben. Dann kann es nur allzu leicht vorkommen, dass Ihnen die Übersicht abhanden kommt, auf welches konkrete Objekt oder welche konkrete Objekt-Instanz welche Variable nun verweist. Ganz problematisch und mit einer Erhöhung der Wahrscheinlichkeit der Unentwirrbarkeit wäre eine nicht-lokale Deklaration solcher Schnittstellen-Hilfs-Variablen auf Modul-Ebene oder gar globaler Ebene in einem Standard-Modul - davon sollten Sie zumindest in jedem Fall Abstand nehmen, auch wenn Ihnen der Umgang mit den Hilfs-Variablen locker von der Hand gehen sollte.

Eine viel elegantere Lösung als Hilfs-Variablen bieten dagegen explizite Schnittstellen-Umwandlungen über Objekt-Typ-spezifische Funktionen. Ganz im Stil der Visual Basic-eigenen Konvertierungsfunktionen können Sie nämlich auch Funktionen zur Umsetzung von Schnittstellen anlegen. Bleiben wir einmal bei den Objekt- und Schnittstellen-Typen des obenstehenden Beispiels und legen wir folgende Hilfs-Funktion (etwa öffentlich in einem Standard-Modul) an:

Public Function CAndereSchnittstelle(Obj As AndereSchnittstelle) _
 As AndereSchnittstelle

  Set CAndereSchnittstelle = Obj
End Function

Wichtig ist bei der Deklaration der Funktion, dass ihr Rückgabewert dem Typ der gewünschten Schnittstelle entspricht. Der Typ des Übergabeparameters ist im Prinzip ohne Bedeutung. Die Wahl des gleichen Typs sorgt lediglich dafür, dass jedes beliebige Objekt übergeben werden kann, das über die Schnittstelle verfügt, unabhängig von seinem eigentlichen Basis-Typ.

Der Zugriff auf die Schnittstelle gestaltet sich nun wesentlich schlichter - reduziert auf eine einzige Zeile:

CAndereSchnittstelle(ObjInstanz).Irgendwas

Sowohl für die Schnittstellenumwandlung über eine Hilfs-Variable als auch wie hier über eine Hilfs-Funktion wird die Möglichkeit der frühen Bindung vorausgesetzt - ein Verweis im Projekt auf die Schnittstellen-Bibliothek muss in das Projekt aufgenommen worden sein bzw. die Schnittstelle muss im gleichen Projekt definiert sein. Ein Unterschied in der Performance ist daher nicht auszumachen - nur wenn Sie die für das jeweilige Verfahren benötigten Prozessortakte exakt mitzählen, werden Sie sicher leichte Unterschiede anmerken können.

Einen kleinen Nachteil hat dieses Umwandlungsverfahren allerdings. Wenn Sie mehrmals nacheinander auf die betreffende Schnittstelle zugreifen wollen, werden Sie die Umwandlung entweder bei jedem Zugriff vornehmen oder ein With...End With-Konstrukt einsetzen müssen, also entweder:

CAndereSchnittstelle(ObjInstanz).Irgendwas
CAndereSchnittstelle(ObjInstanz).Nochwas

oder:

With CAndereSchnittstelle(ObjInstanz)
  .Irgendwas
  .Nochwas
End With

Eine ganz andere Möglichkeit ist, ein Objekt gleich von vornherein mit Eigenschaften zu versehen, die einen Verweis auf die Objekt-Instanz selbst, aber über eine andere Schnittstelle zurückgeben:

Public Property Get ASchnittstelle() As AndereSchnittstelle
  Set ASchnittstelle = Me
End Property

Der Zugriff auf diese Schnittstelle sähe dann folgendermaßen aus:

ObjInstanz.ASchnittstelle.Irgendwas

oder:

With ObjInstanz.ASchnittstelle
  .Irgendwas
  .Nochwas
End With

Bei wiederum gleichen Performance-Kosten hätte diese Technik allerdings den Nachteil, dass Sie sie nur von einem Basis-Objekt ausgehend verwenden können, da Sie von diesem Objekt wissen, welche Schnittstellen Sie dort implementiert haben. Bei der Definition einer Schnittstelle können Sie jedoch nicht wissen, in welchem Basis-Objekt die Schnittstelle jemals implementiert werden wird. Unter Preisgabe der frühen Bindung und Inkaufnahme einer späten Bindung samt Performance-Verlusten können Sie jedoch auch bei einer Schnittstelle einen ähnlichen Weg gehen, indem Sie die Schnittstelle mit einer simplen, allgemeinen Object-Schnittstelle versehen (etwa entsprechend der Object-Eigenschaft der Control-Schnittstelle eines jeden Steuerelements in Visual Basic). In der Klasse des Objekts würde diese Schnittstellen-Eigenschaft etwa so aussehen:

Private Property Get Object() As Object
  Set Object = Me
End Property

Der umgekehrte Zugriff von einer auf die Schnittstelle verweisenden Objekt-Variablen aus würde dann lauten, wenn das Basis-Objekt beispielsweise selbst eine Methode namens MeineMethode hätte:

Dim XYZ As AndereSchnittstelle
Set XYZ = New IrgendeinObjekt
' ...
XYZ.Object.MeineMethode

Alles in allem möchte ich jedoch festhalten, dass die Technik der Umwandlungsfunktionen die beim Codieren bequemste, in Sachen Performance kostengünstigste und insgesamt übersichtlichste und am leichtesten wartbare Technik darstellt.

Zu guter Letzt bleibt noch die Anregung übrig, die Umwandlungsfunktionen für Ihre Schnittstellen als Methoden einer globalen Klasse (Instancing = GlobalMultiUse) in einer eigenen ActiveX-DLL anzulegen. Dann brauchen Sie nur noch einen Verweis auf diese DLL in das Projekt aufzunehmen, in dem die Schnittstellen verwendet werden, und können dort die Funktionen direkt wie Visual Basic-eigene Funktionen verwenden.

Die Beispiel-Projektgruppe, die Sie zu diesem Artikel herunterladen können, zeigt Ihnen die beschriebenen Techniken und Möglichkeiten noch einmal im Zusammenhang.


Beispiel-Projekt InterfaceCastTest (interfacecasts.zip - ca. 5,8 KB)


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